Kieselsommer von Anika Beer

Autorin: Anika Beer

erschienen im cbj Verlag

ISBN: 978-3-570-15773-2

 
Erschienen: 24.07.2017

 

Klappentext:

 

Der beste Sommer überhaupt?

 

Der erste Urlaub ohne Eltern! Tilda und ihre beste Freundin Ella können es kaum erwarten. Zwei Wochen gehört ihnen das Ferienhaus von Tildas Tante im Spreewald ganz allein. Mit Terrasse und eigenem Boot. Das wird der beste Sommer ihres Lebens! Doch dann fängt Ella ein Glühwürmchen und wünscht sich die große Liebe – und am nächsten Tag taucht Mats auf. Mats, der irgendwie ganz besonders ist. Ella glaubt an das Schicksal und dass Mats und sie füreinander bestimmt sind. Doch Tilda traut Mats nicht über den Weg und fühlt sich mehr und mehr wie das fünfte Rad am Wagen. Aber muss man seiner besten Freundin nicht alles Glück der Welt gönnen?

 

Quelle: Randomhouse

 

Meine Meinung:

 

Das Cover hat mich sofort angesprochen und sieht sehr sommerlich aus. Die beiden Mädchen auf dem Bild passen gut zu den zwei Freundinnen Tilda und Ella. Wenn man das Buch allerdings in der Hand hält, sehen die Mädchen irgendwie gekünstelt aus und die Körper verzehrt.

 

Ich war vom ersten Satz an in das Buch vertieft und habe es fast nie aus der Hand gelegt. Der Schreibstil ist sehr einfühlsam und die Seiten flogen nur so dahin. Der Klappentext trifft exakt den Inhalt und ich habe alles gespannt verfolgt. Das Buch wird in der dritten Person geschrieben, abwechselnd aus der Sicht von Ella und Tilda. Manchmal kamen auch einige Abschnitte aus Mats Sicht.  Am wenigsten mochte ich Ella.  Ich bin nur langsam mit ihr warm geworden und konnte manchmal nicht nachvollziehen was sie dachte.  Am Ende sieht sie ihre Fehler ein, doch ich fand sie oft selbstsüchtig und sie hat unüberlegt gedacht und gehandelt.

 

Tilda konnte ich sehr verstehen und war immer mit ihr einer Meinung.  Ich fand es schade, dass Mats so schnell aufgetaucht ist. Ich hätte es schöner gefunden, wenn die Mädchen ein oder zwei Tage etwas Schönes alleine unternommen hätten. Denn die meiste Zeit hat Ella nur etwas mit Mats unternommen und ich bekam Zweifel,  dass noch Szenen mit Ella und Tilda vorkommen. Ellas Sichtweise stand für mich zu sehr im Vordergrund. Sie unternimmt mit Mats viele Dinge und ist bis über beide Ohren in ihn verliebt. Mats ging es ebenso. Das war aber auf der anderen Seite auch aufregend.

 

Die Mädchen wohnen für zwei Wochen in einem kleinen Haus am See , was wunderschön beschrieben wurde. Deswegen finde ich auch das Cover so passend, denn genauso habe ich mir den See vorgestellt. Es war so als wäre ich überall dabei gewesen.  Außerdem konnte ich mir die Landschaft und das Dorf gut vorstellen.

 

Die Erklärung warum das Buch "Kieselsommer" heisst, lässt nicht lange auf sich warten. Schon am Anfang ziehen Ella und Tilda aus einem Sack je einen Kiesestein heraus. Jeder Kieselstein hat eine  andere Bedeutung und funktioniert wie ein Orakel. Der Kieselstein soll ihren Sommer beschreiben. Die Kieselsteine kommen dann noch ein paarmal im Buch vor.  

 

Das Ende war offen, was mich nicht gestört hat. Mir hat das Buch super gefallen.  Ich bereue es auf jeden Fall nicht, es gelesen zu haben. Liebeskummer, Eifersucht, Freundschaft, Herzschmerz, Entäuschung und Abenteuer stecken in diesem Buch.

 

Es gab nur ein paar Kleinigkeiten, die mich gestört haben. Zum Beispiel hätte ich gerne direkt am Anfang erfahren, wie alt die Mädchen sind und leider bin ich mit Ella nicht richtig warm geworden.

 

Fazit:

Eine sommerliche Liebes-Freundschaftgeschichte um Liebeskummer, Eifersucht, Freundschaft, Herzschmerz, Entäuschung und Abenteuer!  Ich vergebe 4 BLUMEN.