Am Freitag sehen wir uns wieder von Karin Koch

 

1. Auflage
gebunden, 210 Seiten
ab 12 Jahren

 

ISBN: 978-3-7795-0569-3

 

Klappentext:

 

Die meiste Zeit lebt die 14-jährige Juni bei ihrem Vater in Potsdam - zum Glück! Ihre Mutter ist ein echter Kontrollfreak, für alles gibt es feste Pläne, Freiräume sind nicht vorgesehen. Wie Juni das hasst! Und jetzt soll sie auch noch in den Ferien bei der Mutter in Berlin wohnen, weil ihr Vater beruflich verreisen muss. Aber dann trifft Juni auf Sahal, einen Flüchtlingsjungen aus Somalia, der sich auf einem Kreuzberger Friedhof versteckt. Sahal droht die Abschiebung, weil die Behörden ihn für volljährig halten. Obendrein ist er in Kontakt mit kriminellen Kreisen geraten. Für Juni steht sofort fest: Sie muss ihm helfen. Doch je vertrauter sie mit Sahal und seiner Geschichte wird, umso mehr entfernt sich Juni von ihrem geliebten Vater, und schließlich haut sie auch ab. Es ist ein glücklicher Zufall, dass sie Karl trifft, einen alten Freund, der ihr und Sahal Unterschlupf bietet, und dem Juni jetzt auf eine ganz neue Art näher kommt. Karin Kochs spannende Geschichte ist getragen von einer erfrischenden, eigensinnigen Mädchenfigur, die gegen alle Widerstände ihrem Impuls folgt, dem beizustehen, der ihre Hilfe braucht. Dem Thema Flucht begegnen junge Leserinnen und Leser wir Juni selbst: im Zusammentreffen mit einem Gleichaltrigen, der erst ein Fremder ist und dann ein Freund.

 

Quelle: Peter Hammer Verlag

Meine Meinung:

 

Ich finde das Cover passt zum Buch. Das Mädchen auf dem Cover soll Juni sein und sie passt auch zur Buchbeschreibung. Im Hintergrund ist ein weglaufender Junge zu sehen, der ebenfalls gut zur Figur Sahal passt. Ich mag die Farben und den Hintergrund, sie sind sehr schlicht und strahlen etwas Beruhigendes aus.

 

Den Titel finde ich eigentlich ganz okay. Ich hatte mir zwar irgendwie etwas anders vorgestellt und der Titel spielt nur einmnal in dem Buch wirklich eine Rolle, aber gut.  

 

Mit Juni bin ich sofort klargekommen. Sie hat sich als erstes vorgestellt und etwas über ihre Familie erzählt. Sahal kam schon sehr schnell ins Spiel und ich habe mir eher vorgestellt, dass er immer am Friedhof auftaucht und wieder verschwindet und Juni gerätselt was er da so treibt. Doch die 14jährige Juni gewinnt schnell das Vertrauen des 15-jährigen Flüchtling und freundet sich mit ihm an.

 

Ich fand das toll, wie Juni sich am um Sahal gekümmert hat. Sie hat für ihn viel riskiert und getan. Es gab viele Momente, in denen er erzählt, wie es so in seiner Heimat ist. Es war toll wie das Thema Flüchtlinge aufgegriffen und verpackt wurde und ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen. Es ist keine Liebesgeschichte, sondern eine Geschichte um Freundschaft, Zusammenhalt und Mut.

 

Juni war wirklich sehr mutig. Sie und Sahal müssen fest zusammenhalten. Was Sahal über seine Heimat in Afrika erzählt, hat mich echt zum Nachdenken gebracht. Er ist von seiner Mutter nach Deutschland geschickt worden um ein neues Leben anzufangen und damit er etwas aus deiner Zukunft macht. Die Geschichte war so schön erzählt und das Buch hat mich nicht losgelassen. Ich bin praktisch über die Seiten geflogen.

 

Fazit: Ein wunderschönes Buch über ein wichtiges Thema, das es trotz Ernsthaftigkeit schafft seine schöne ganz eigene Geschichte zu erzählen.

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