Autorenvorstelllung: Gerlis Zillgens

Gerlis Zillgens:

 

geboren in Mönchengladbach, als es noch Rheydt hieß
sechs Jahre frei, zwölf Jahre gefangen,
ein Abitur erhalten

mehrere Jahre an Fachhochschulen, Universitäten und Schauspielschulen,
ein Diplom erhalten

viele Jahre Schauspielerin und Regisseurin an diversen Landesbühnen und Stadttheatern
wenig Gage erhalten,

in den letzten und glücklichsten Jahren diverse Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht, Serien-, Sitcoms und Filme entwickelt, Lesebühnen gegründet und bereichert, Schauspieler und Comedians gecoacht, Kabarettprogramme präsentiert, Schreibseminare gehalten,  viel Honorar erhalten

 

Quelle: Webseite Gerlis Zillgens

 

Ich liebe die Yolo-Bücher von Gerlis Zillgens.   Im Januar 2016 durfte sie interviewen. 

 

 

Diese Bücher habe ich von Gerlis Zillgens schon auf meinem Blog rezensiert:

Interview Januar 2016

 

1. Was ist Ihr allererstes Buch, das Sie geschrieben haben?
Mein erster Roman hieß: Lisas Debüt und ist bei Fischer erschienen.

 

2. Was ist Ihr Lieblingsbuch von allen Ihren selbst  geschriebenen Büchern?
Im Grunde ist immer das Buch, an dem ich gerade schreibe oder das ich gerade geschrieben habe, mein „Lieblingsbuch“. Im Moment also Lametta ist weg, eine Geschichte, die in einem Tierheim spielt und von einem dreibeinigen Kater erzählt wird.

 

3. Haben Sie eine Lieblingsautorin?
Nein, ich kenne zu viele gute Autorinnen und Autorinnen, um mich auf eine oder einen festlegen zu können.

 

4. Was war Ihr Lieblingsbuch in der Kindheit?
Ich habe Bücher förmlich verschlungen, da gab es, genau wie heute, kein Lieblingsbuch. Aber ich habe zum Beispiel sehr viel von Enid Blyton, Michael Ende, Astrid Lindgren und Erich Kästner gelesen.

 

5. Was ist Ihr Lieblingsgericht?
Auch da muss ich passen, ich mag sehr viele Gerichte und habe ständig Lust auf was Anderes. Ich mag die asiatische Küche allerdings sehr und hier besonders thailändisch und indisch.

 

6. Wer ist Ihre absolute Lieblingsfigur aus Ihren  Büchern?
Langsam wird’s problematisch mit den „Lieblingsfragen“ . Auch hier gilt dasselbe, es sind zu viele und es gibt zu viele von Autoren und Autorinnen gut entwickelte Figuren, um eine einzige hervorzuheben.

 

7. Welcher ist Ihr Lieblingsfilm?
Siehe oben.

 

8. Haben Sie Haustiere und wenn ja, welche und  wie heißen sie?
Nein, ich habe keine. Aber meine derzeitige Lieblingshündin (HA!!! Jetzt gibt’s endlich mal einen Liebling … ), die heißt Pepita. Und mein Lieblingsmeerschweinchen heißt Paule. Das habe ich aber selbst erfunden und lebt nur in einem Buch. (Anmerkung: Aus dem Buch "Lametta ist weg")

 

9. Was sind Ihre Hobbys?
Ich tanze viel, derzeit vor allem Tango und Salsa, ich mache viel Sport, ich koche gern und ich treffe oft Freundinnen und Freunde.


10. Wo fahren Sie gerne in den Urlaub hin?
Da, wo man tanzen und lange Spaziergänge machen kann, es etwas Kulturelles zu erleben gibt und/oder es warm ist und ein Strand oder Berge in der Nähe ist.

 

11. Was war bisher Ihr erfolgreichstes  Buch?
Es ist eine interessante Frage, was „erfolgreich“ bedeutet. Für mich misst sich erfolgreich nicht unbedingt darin, welches Buch sich am meisten verkauft hat, sondern, ob es Leser erreicht, wie das Feedback ist, wenn ich auf Lesetour bin und ob die Zusammenarbeit mit dem Verlag Spaß gemacht hat und wir gemeinsam weitermachen wollen, auch wenn sich mal ein Buch vielleicht nicht den Erwartungen gemäß verkauft. Insofern gibt’s auch hier nicht mein „erfolgreichstes“, sondern eine ganze Handvoll erfolgreicher Bücher.

 

12. Sind Sie einer Ihrer Buchfiguren ähnlich?
Ja, ganz bestimmt. Fast jede_r AutorIn bringt Wesenszüge von sich in Figuren hinein. In meinem letzten Buch hat Lametta, die etwas zickige Katze, sicher ein Bisschen was von mir. Aber der Ich-Erzähler von Mauswart ähnelt mir auch in Aspekten . Und in meiner letzten Jugendbuchreihe „Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo“ und „Yolo, Kaugummi-Knoblauch-Vanilleeis und eine Überraschung zu viel“ tragen sowohl die 13jährige Hauptfigur als auch ihre Hippie-Oma Züge von mir. Aber auch noch eine Menge anderer Züge, die nichts mit mir gemein haben natürlich.

 

13. Wie lange und wie oft schreiben Sie am Tag?
Ich arbeite fast jeden Tag. Allerdings umfasst die Arbeit ja nicht nur das Schreiben. Ich toure durchs Land und lese in Schulen und auf Festivals, ich bereite Projekte vor, ich mache Bühnenprogramme, ich unterrichte, ich muss Steuererklärungen machen, etc. … Wenn es ein konkretes Buchprojekt gibt, das zu einem bestimmten Zeitpunkt im Verlag einreichen muss, rechne ich mir aus, wie viele Seiten ich jeden Tag schreiben muss, um mindestens 6 Wochen vorher fertig zu sein. Dann kann ich es ein paar Wochen liegen lassen, bevor ich es nochmal überarbeite.

 

14. Woran schreiben Sie gerade?
Ich entwickele im Moment sowohl eine dreibändige Kinderromanreihe, in der bekannte Märchen eine Rolle spielen werden, als auch den zweiten Band der Lametta-Reihe. Daneben wird es ein neues Bühnenliteraturprogramm geben, das im März 2016 startet.

 

15. Schreiben Sie lieber Liebesgeschichten, Fantasy oder für Mädchen?
Ich halte nicht viel von der Trennung in Mädchen- und Jungsliteratur. Da wird mir zu viel festgelegt und ich glaube nicht, dass alle Jungs und Mädchen so eng sind, nur das zu lesen, von dem man glaubt, dass sie es gerne lesen. Ich habe schon alles Mögliche geschrieben. Das einzige, was alles verbindet, ist der Humor. Und bei dem Thema unterscheiden sich Jungs und Mädchen auch Gott sei Dank herzlich wenig.

 

16. Ich möchte auch Schriftstellerin werden, gibt es einen Tipp, den Sie mir geben können?
Oh ja 
Tipp 1: schreiben, schreiben, schreiben.
Tipp 2: lesen, lesen, lesen.

 

Vielen Dank für Ihre Zeit. Ich hoffe,  Sie schreiben noch ganz viele Bücher und bekommen noch viele Leser! 
Ihre
LESERATTE ANNI 

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Kommentare: 1
  • #1

    Sophia (Donnerstag, 28 September 2017 17:09)

    Vielen Dank für das Interview! : )
    GLG Sophia